Bienentagebuch – 07.04.2018

Hier schreibe ich, häuptsächlich für mich selbst zum späteren Nachlesen, was ich wann und warum gemacht habe.

07.04.2018: Nachdem gestern die Salweide begonnen hat zu blühen und die Temperaturen auf teilweise über 20°C gestiegen waren habe ich den Samstag genutzt und habe beide Völker kurz durchgeschaut.

Begonnen habe ich mit Volk 2, dem Ableger aus dem letzten Jahr. Dieses Volk war nach der Auswinterung noch auf 6 Rähmchen mit Trennschied und brauchte mehr Platz in der Zarge. Da das Brutnest ganz am rechten Rand lag, habe ich dieses bei der Erweiterung mehr in die Mitte gerückt indem ich

Volk 2 nach der Erweiterung

rechts vom Rand eine ausgebaute Leerwabe und daneben eine Mittelwand platziert habe. Daneben kommen die sechs ursprünglichen Rähmchen (im Bild als die dunkleren Rahmen zu erkennen) und links noch eine leere Drohnenwabe, bei der ich oben einen Streifen Mittelwand als Starthilfe eingelötet habe. Ganz am linken Rand habe ich noch eine mehr oder weniger ausgebaute Mittelwand gegeben. Diese Mittelwand stammt aus dem letzten Jahr, wurde aber nicht mehr fertig ausgebaut.

 

Beim Volk 1, dem Wirtschaftvolk aus dem letzten Jahr ging es dann weiter. Hier hatte ich am Ostermontag, 02.04. schon mal reingeschaut und viele Bienen und viel Brut gesehen. Das Brutnest liegt hier etwas mehr links, beginnend bei der 2. Wabe (die mit den blauen Haltern). Normalerweise hätte ich diese mehr in die Mitte gerückt und links eine Futterwabe von der rechten Seite umgehängt, da ich aber die alten DNM* (Deutsch Normalmaß)-Waben loswerden möchte, habe ich diese so gelassen. Ich hoffe, dass ich die DNM Waben, die ich mittels „Adapter“ eingehängt habe so nach und nach zur linken Seite „rauswerfen“ kann.

Volk 1 nach der Durchsicht

Hier waren auch alle Wabengassen belegt, so dass ich hier Platz schaffen wollte um erst gar keine Schwarmstimmung aufkommen zu lassen und um zu verhindern, dass die Tracht der nächsten Tage Platz für die Brut belegt.

Hier hatte ich zwei Überlegungen: Entweder eine zweite Zarge als Brutraum aufsetzen um Platz für Brut zu geben oder einen Honigraum aufsetzen damit Platz für Tracht ist.

Da ich im letzten Jahr die erste Variante ausprobiert habe und dann mit dem Problem zu kämpfen hatte, dass der zweite Brutraum komplett verhonigt war und es einige Zeit gebraucht hatte bis die Bienen den Honig dann in den Honigraum umgetragen hatte, habe ich mich diesmal für die zweite Variante entschieden. Ich hatte das Gefühl, dass die Bienenmasse seit Montag etwas abgenommen hat (war vielleicht auch Einbildung) da die Winterbienen nun nach und nach sterben und die Population erst einmal zurück geht. Daher ist im Brutraum erst einmal noch Platz für Brut und hat so meine Entscheidung für die Variante mit dem Honigraum beeinflusst. 

Honigraum

Ich habe also eine zweite Zarge über ein Absperrgitter gesetzt. In der Mitte vier ausgebaute Waben, dann rechts und links zwei Mittelwände (im Bild die Rähmchen mit den weißen Abstandhaltern) und außen wieder ausgebaute Waben.

 

Wenn dann in den nächsten Tagen und Wochen die Bienen viel Nektar eintragen und der Brutraum unten voller wird, dann werde ich eine zweite Brutzarge unter den Honigraum setzen, so dass die Königin nach oben ziehen kann und dort weiter stiftet.

*Ich habe mein erstes Volk auf Rähmchen im Wabenmaß „Deutsch Normal“ bekommen. Ich habe mich aber für das Rahmenmaß „Zander“ entschieden und habe daher mit „DNM-auf-Zander-Adaptern“ begonnen. Diese beiden Rähmchen sind noch übrig geblieben. Den Rest habe ich Anfang März in der unteren Zarge entfernt und ausgeschmolzen.

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