Frühjahrsdurchsicht 2019

Am 15. Februar war zum ersten mal gutes Flugwetter. Seit dem sind die Bienen fast jeden Tag ausgeflogen und haben bei Krokus und Hasel Pollen gesammelt. Täglich wurde es etwas wärmer und heute hatten wir knapp 18,8 °C den wärmsten Tag des noch jungen Jahres. Da für die nächsten Tage schlechtes Wetter angekündigt wurde habe ich heute die Frühjahrsdurchsicht bei den Völkern durchgeführt.

Erstes gutes Flugwetter

Hierzu habe ich vorsichtig alle Waben gezogen und auf Futterreserven und Brut kontrolliert. Gerade die Futterreserven haben mich interessiert, da dies immer etwas heikel ist, gerade wenn die Völker in die Brut gehen und das Wetter nochmals schlechter wird.

Ich habe übrigens die Völker Anfang Februar auf den Beutenbock gesetzt und mit Nummern versehen, da ich im letzten Jahr durch die Ablegerbildung und das Zusammenlegen von Ablegern etwas durcheinander gekommen bin. Es kann also sein, dass Volk 1 aus dem letzten Jahr in diesem Jahr Volk 2 ist.

Volk 1 steht dem Haus am nächsten und bekommt daher zur Zeit noch die wenigste Sonne ab. Beim Öffnen habe ich festgestellt, dass hier nur wenig verdeckelte Brut zu finden ist. Die Königin hat aber in den letzten Tagen mit dem Legen begonnen und es sind etliche Stifte zu sehen. Das Brutnest erstreckt sich auf knapp zwei Waben, in etwa eine Handfläche groß. Futter ist in den Kränzen und in den Randwaben vorhanden, jedoch ist etwas Futter kristallisiert, da die Bienen wohl während der Fütterung im letzten Jahr noch etwas Waldhonig eingetragen hatten. Man konnte deutlich sehen, dass ganze Flächen sauber leergefressen waren und herum ein Ring mit auskristallisiertem Melizitosehonig zu sehen war. Ich habe noch eine Randwabe näher ans Brutnest geschoben und eine leere Wabe an den Rand versetzt. Die untere Zarge war fast leer, da jedoch noch vereinzelt kleine Futterreste unterhalb des Brutnests war, habe ich diese noch stehen gelassen und werde die Zarge beim nächsten mal abräumen. Den Boden habe ich noch vom Totenfall gesäubert und ausgetauscht.

Volk 2 war schon gut in der Brut. Brut war auf 3 Waben und auf jeder der drei Waben Handgroße Flächen verdeckelt. In den Kränzen um die Brut war Futter und rechts und links vom Nest auch noch volle Futterwaben. Die Randwaben sind fast leer. Ich habe eine volle Futterwabe von rechts auf die linke Seite des Nests gehängt um das Volk etwas mehr in die Mitte zu schieben. Hier und auch bei Volk 3 war übrigens keine Melizitose vorhanden. Die untere Zarge war komplett leer, daher habe ich diese weggenommen und das Volk auf den gesäuberten Boden gestellt.

Volk 3 war am stärksten. Viel verdeckelte Brut auf drei Waben und Bienen auf ca. 5-6 Waben. Futter war zwar in den Kränzen, jedoch nicht so viel wie in Volk 2. Auch hier habe ich noch eine volle Randwabe näher ans Volk gehängt. Die untere Zarge habe ich auch stehen gelassen, da noch ein wenig Futter unterm Nest zu finden war. Diese kommt dann auch beim nächsten Mal weg.

Bei allen Völkern wurde übrigens Pollen in der Nähe der Brutzellen eingetragen. Schön kräftig orange leuchtender Krokuspollen und der leicht grün-gelbe Haselpollen. Die Bienen bereiten alles für das anwachsen der Brutfelder vor.

So sieht der Bienenstand nun nach der Durchsicht aus.

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