Bienentagebuch – 28.04.2018

Die Völker entwickeln sich gut und ich habe den ersten Ableger für 2018 erstellt.

Volk 2

Auch heute habe ich wieder mit Volk 2 begonnen. Der Honigraum wurde immer noch nicht angenommen, oder zumindest nur sehr zögerlich. Ein paar Zellen wurden mit Honig gefüllt. Das meiste Futter befindet sich aber immer noch im Brutraum rechts und links des Brutnests und natürlich in den Futterkränzen. Das Brutnest entwickelt sich gut. Hier sind knapp 6 Waben mit Brut belegt, wobei die Waben nicht immer komplett voll mit Brut sind. Die Drohenwabe wird angenommen. Vermutlich braucht es aber noch zwei Wochen bis zum ersten Ausschneiden.

Aus Volk 1 wollte ich heute einen Ableger bilden. Ich hatte befürchtet, dass die sehr guten Brutwaben von letzter Woche heute nicht mehr geeignet sind was

Erster Ableger 2018 am neuen Standort

sich auch bestätigt hat, denn hier war schon einiges an Brut geschlüpft, aber die leeren Zellen noch nicht wieder ausreichend bestiftet. Für meinen Einwabenableger brauchte ich eine Wabe mit viel verdeckelter Brut und ein wenig jüngster Brut. Zum Glück hatte ich doch noch eine gute Wabe gefunden, leider eine der alten DNM Waben, so dass ich in der Ablegerkiste noch einen Adapter einbauen musste.

 

 

 

Den Ableger habe ich dann mehr als 3km vom alten Standort gebracht, damit die Bienen nicht wieder zurück in ihren alten Stock fliegen. Hier haben die Bienen nun 28 Tage Zeit bis ich wieder nach ihnen schaue. Wenn alles wie geplant klappt, dann werde ich dort Ende Mai die erste Brut der neuen Königin finden.

Ableger 1

Hier noch kurz die Wabenanordnung im Ableger: Die Brutwabe ist ganz links am Rand, dann kommt eine Mittelwand und dann eine Futterwabe. Die beiden weiteren Waben sind Mittelwände. Diese sind zwar nicht notwendig, aber ich wollte den Raum einfach füllen um beim Transport mehr Stabilität zu haben.  Die Futterwabe musste ich Volk 1 aus dem Honigraum nehmen, da ich keine alte Futterwabe mehr hatte. Ich habe eine zu ca. 3/4 gefüllte Honigwabe genommen und in Volk 1 mit einer Mittelwand aufgefüllt. Ich habe nicht nur die ansitzenden Bienen der Brutwabe sondern auch die der Honigwabe mit in den Ableger gegeben. Die paar zusätzlichen Bienen tun dem Ableger sicher gut und schaden dem Wirtschaftsvolk nicht.

 

Bienentagebuch – 22.04.2018

Heute gibt es nicht so viel zu berichten, da ich eigentlich nur kurz nachschauen wollte.

Ich habe also gar nicht alle Waben gezogen sondern mich darauf beschränkt nach Brut und Futter zu schauen.

Begonnen habe ich wieder mit Volk 2. Hier wollte ich schauen ob ich die Futterwabe (mit Futter gefüllte Drohenwabe) entnehmen kann, falls diese nicht mehr benötigt wird. Die Wabe ist allerdings nun mit Drohenbrut belegt, so dass ich die Drohenwabe an die zweite stelle links gehängt habe. Der Baurahmen den ich letzte Woche an diese Stelle gehängt hatte, habe ich wieder rausgenommen, da hier nicht nichts mit passiert ist.

Wie vermutet wurde der Honigraum noch nicht angenommen. Es laufen zwar einige Bienen drin herum, aber eingelagert wurde noch nichts, das kann aber nicht mehr lange dauert. Dafür ist aber der freie Platz im Brutraum gut mit Brut und Futterkränzen gefüllt.

Bei Volk 1 wurde der Honigraum weiter gefüllt. Hier sind zwei Waben komplett voll, jedoch noch nichts verdeckelt. Der zweite Brutraum wurde gut angenommen. mittig sind auf zwei Waben beidseitig schöne Brutnester mit Futterkränzen. Rechts und links davon sind Futterwaben. Eine weitere Futterwabe ohne Brut habe ich in den Honigraum umgehängt.

Im unteren Raum ist viel Brut, so weit ich das bei den Waben sehen konnte, die ich gezogen habe. Heute wäre ein guter Tag gewesen um einen Ableger mit dieser Brut zu machen. Ich habe mich dagegen entschieden, da es nächste Woche nochmal kalt werden soll.

Bienentagebuch – 07.04.2018

Hier schreibe ich, häuptsächlich für mich selbst zum späteren Nachlesen, was ich wann und warum gemacht habe.

07.04.2018: Nachdem gestern die Salweide begonnen hat zu blühen und die Temperaturen auf teilweise über 20°C gestiegen waren habe ich den Samstag genutzt und habe beide Völker kurz durchgeschaut.

Begonnen habe ich mit Volk 2, dem Ableger aus dem letzten Jahr. Dieses Volk war nach der Auswinterung noch auf 6 Rähmchen mit Trennschied und brauchte mehr Platz in der Zarge. Da das Brutnest ganz am rechten Rand lag, habe ich dieses bei der Erweiterung mehr in die Mitte gerückt indem ich

Volk 2 nach der Erweiterung

rechts vom Rand eine ausgebaute Leerwabe und daneben eine Mittelwand platziert habe. Daneben kommen die sechs ursprünglichen Rähmchen (im Bild als die dunkleren Rahmen zu erkennen) und links noch eine leere Drohnenwabe, bei der ich oben einen Streifen Mittelwand als Starthilfe eingelötet habe. Ganz am linken Rand habe ich noch eine mehr oder weniger ausgebaute Mittelwand gegeben. Diese Mittelwand stammt aus dem letzten Jahr, wurde aber nicht mehr fertig ausgebaut.

 

Beim Volk 1, dem Wirtschaftvolk aus dem letzten Jahr ging es dann weiter. Hier hatte ich am Ostermontag, 02.04. schon mal reingeschaut und viele Bienen und viel Brut gesehen. Das Brutnest liegt hier etwas mehr links, beginnend bei der 2. Wabe (die mit den blauen Haltern). Normalerweise hätte ich diese mehr in die Mitte gerückt und links eine Futterwabe von der rechten Seite umgehängt, da ich aber die alten DNM* (Deutsch Normalmaß)-Waben loswerden möchte, habe ich diese so gelassen. Ich hoffe, dass ich die DNM Waben, die ich mittels „Adapter“ eingehängt habe so nach und nach zur linken Seite „rauswerfen“ kann.

Volk 1 nach der Durchsicht

Hier waren auch alle Wabengassen belegt, so dass ich hier Platz schaffen wollte um erst gar keine Schwarmstimmung aufkommen zu lassen und um zu verhindern, dass die Tracht der nächsten Tage Platz für die Brut belegt.

Hier hatte ich zwei Überlegungen: Entweder eine zweite Zarge als Brutraum aufsetzen um Platz für Brut zu geben oder einen Honigraum aufsetzen damit Platz für Tracht ist.

Da ich im letzten Jahr die erste Variante ausprobiert habe und dann mit dem Problem zu kämpfen hatte, dass der zweite Brutraum komplett verhonigt war und es einige Zeit gebraucht hatte bis die Bienen den Honig dann in den Honigraum umgetragen hatte, habe ich mich diesmal für die zweite Variante entschieden. Ich hatte das Gefühl, dass die Bienenmasse seit Montag etwas abgenommen hat (war vielleicht auch Einbildung) da die Winterbienen nun nach und nach sterben und die Population erst einmal zurück geht. Daher ist im Brutraum erst einmal noch Platz für Brut und hat so meine Entscheidung für die Variante mit dem Honigraum beeinflusst. 

Honigraum

Ich habe also eine zweite Zarge über ein Absperrgitter gesetzt. In der Mitte vier ausgebaute Waben, dann rechts und links zwei Mittelwände (im Bild die Rähmchen mit den weißen Abstandhaltern) und außen wieder ausgebaute Waben.

 

Wenn dann in den nächsten Tagen und Wochen die Bienen viel Nektar eintragen und der Brutraum unten voller wird, dann werde ich eine zweite Brutzarge unter den Honigraum setzen, so dass die Königin nach oben ziehen kann und dort weiter stiftet.

*Ich habe mein erstes Volk auf Rähmchen im Wabenmaß „Deutsch Normal“ bekommen. Ich habe mich aber für das Rahmenmaß „Zander“ entschieden und habe daher mit „DNM-auf-Zander-Adaptern“ begonnen. Diese beiden Rähmchen sind noch übrig geblieben. Den Rest habe ich Anfang März in der unteren Zarge entfernt und ausgeschmolzen.